Über mich und diese Website
Jan, Ehemann, Vater, Stuttgart, IT-Branche. Habe gerade angefangen, 60 zu werden.
Sollte reichen. Vorerst.
Kommen wir zum “warum” jetzt und warum überhaupt noch ein Blog?
Seit über zwanzig Jahren trage ich den Gedanken mit mir herum, eine Website zu starten. Zwei Jahrzehnte, in denen die Welt sich mehrfach neu erfunden hat, und ich mich mit ihr. Homepages, Websites, Blogs kamen und gingen, Plattformen wurden geboren und wieder beerdigt, und irgendwo dazwischen wartete mein eigener kleiner Misthaufen im Internet: unausgesprochen, ungeschrieben, aber nie ganz vergessen.
In dieser Zeit ist mir so vieles abhandengekommen. Vor allem Begeisterung. Für Filme, für Musik, für Kunst. Dinge, die mir einst den Kopf verdreht und das Herz beschleunigt haben, verblassten mit der Zeit, wurden zu bloßen Konsumartikeln oder Hintergrundrauschen. Manche davon wurden durch Übermaß oder Enttäuschung schlicht verschlissen. Andere durch die Ironie des Alltags unterspült. Und doch ist da etwas geblieben eine Erinnerung an dieses Leuchten, das ich früher empfand, wenn ich einen Song zum ersten Mal hörte, einen Film sah, der mir den Boden unter den Füßen wegzog, oder ein Kunstwerk entdeckte, das nicht erklärte, sondern fragte.
Mit diesen Webseiten will ich zurück. Nicht zurück in die Vergangenheit, sondern zurück zu dem Gefühl. Ich will mich schreibend vortasten, suchend, manchmal vielleicht stolpernd aber immer ehrlich. Ich will herausfinden, was mich damals so angezogen hat. Welche Fäden mich mit dem scheinbar Nebensächlichen verbunden haben. Warum mich bestimmte Dinge „selbstentzündet“ haben. Und ob sie es wieder können.
Es geht mir nicht um Reviews, Empfehlungen oder Nostalgie. Es geht um Spurensuche. Um die Frage, ob man sich neu entzünden kann.
Und vielleicht auch darum, wieder das Staunen zu lernen.